Stephen
Sondheim ist mit Sicherheit der innovativste zeitgenössische
Musicalkomponist. Wohl kaum ein Künstler hat so oft bewiesen,
dass es keine ungeeigneten Themen für das Musiktheater
gibt und mit diesem Anspruch die Grenzen des Musicals immer
wieder gesprengt. Assassins - Attentäter ist eines von
Sondheims bösesten und politischsten Stücken. Acht
Menschen, die versucht haben, einen amerikanischen Präsidenten
zu erschießen - vier davon mit Erfolg - stellen sich
dem Publikum vor. Mit ihren Beweggründen, ihren Biographien,
ihren gescheiterten Träumen arbeiten sie sich am amerikanischen
Traum ab: Jeder hat ein Recht auf Glück...
mit:
Leon von Leeuwenberg, Tilmann von Blomberg, Julia Hecker,
Julia Berger, Marcus Hezel, Mark Derichs, Jessica Maletzky,
Tillmann Schnieders, Saksia Huppert
„Menschen treffen sich in einem Warteraum – manche
unsicher, manche selbstbewusst, alle jedoch mit einem Problem
beladen. Aus einem kleinen Automaten an der Wand ziehen sie
Nummern, wie auf der Meldestelle oder im Arbeitsamt. Doch
es ist keine Arbeit, die hier verteilt wird. Zwei Damen im
Nadelstreifenanzug, das Haar streng zurückgegelt, versprechen
Komplettlösung für alle Probleme dieses Lebens. ‘Erschieß einfach
einen Präsidenten!’ fordern sie gleichmütig
und reichen großzügig Pistolen aus, den Vertrag
zur Schussverpflichtung nahtlos hinterherreichend. (...)“
Märkische Oderzeitung
„Killer mit gutem Gewissen: Sie haben Gründe,
und sie sind allein damit. Acht amerikanische Präsidentenmörder,
vier erfolgreich, versammelt Stephen Sondheims Musical ‘Assassins’.
(...) Der Regisseur Peter Lund erkannte, dass es sich – erst
recht nach Erfurt – um ein Stück Gegenwart handelt.
Und erzielte an der Neuköllner Oper weit mehr als einen
Achtungserfolg. Wohlkalkuliert lässt die Produktion
ihre Zuschauer in die Ratlosigkeit rennen. Entfaltet dort
kolossale Fallhöhe, wo am harmlosesten getanzt und am
schönsten gesungen wird. Und ist so eine der sonderbarsten
Inszenierungen geworden, die man derzeit auf Berliner Bühnen
bewundern kann. Verstörend, vernichtend, gut.“
Die Welt
„Ein Musical-Abend mit Tiefgang, Witz des Irrsinns
und manchmal ein klein wenig Pathetik. (...) unterhaltend,
weil erschreckend und spannend.“
Berliner Kurier |