E.T.A.
Hoffmanns große romantische Oper erlebt ihre szenische
Erstaufführung in der Originalfassung 180 Jahre nach
ihrer Entstehung in der Neuköllner Oper. In des Bürgermeisters
Hause wird die Geschichte von Procris und Cephalus, einer
Königstochter, die sich gegen den Willen ihres Vaters
in einen, wie sie glauben muss, einfachen Hirtensohn verliebt,
mit verteilten Rollen musikalisch erzählt. Bald schon
aber zerfließen die Grenzen zwischen der theaterspielenden
Biedermeier-Gesellschaft und suggerierten Szene.
Aurora, die Göttin der Morgenröte, mischt sich
in die verzwickte Liebesgeschichte der beiden Hauptfiguren
ein und entführt Cephalus in ihren rosa Götterhimmel.
Zu diesem Zeitpunkt ist die anwesende Biedermeier-Gesellschaft
zusammen mit dem Publikum bereits ganz in die antikisierende
Märchensphäre der eigentlichen Handlung um die
Liebe der beiden Königskinder, die erst nicht und am
Ende natürlich doch zusammen kommen können, eingetaucht.
Mit: Bettina Eismann, Hans Arthur Falkenrath, Regine Gebhardt,
Barbara Hoos de Jokisch (Renate Dasch), Andreas Jocksch,
Berthold Kogut, Lothar Odinius, Stefan Stoll
„Die Inszenierung der Neuköllner erklärt
sich die Fremdheiten des Stückes, indem sie dazu auf
freundliche Distanz geht. Das funktioniert, ganz ohne Denunziation,
und ergibt sogar prächtige und phantastische Bilder.
[...] - und wer die Oper liebt, muß nun auch zu "Auroren" gehen.
Aber schleunigst.“
tageszeitung
„...am Ende steht ein kleiner Triumph. Auch wer
sich aus professioneller Neugier dorthin begibt, um mal
zu sehen, was dran ist, ist nach der Ouvertüre schon
ganz eingenommen für das folgende, um es bis zuletzt
zu bleiben.“
Frankfurter Allgemeine
„Bravo, bravissimo - und Respekt! Wenn das eine
freie Gruppe kann, was müßten dann unsere drei
Opernhäuser können!“
SFB
„Jede künftige Aurora-Inszenierung wird sich
in der mitreißenden Neuköllner Pionier-Erstinszenierung
und seinem faszinierenden Ensemble messen lassen müssen.“
Westfälische Nachrichten
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