Die traurige Ballade von John Merrick, genannt der
Elefantenmensch
 

London 1862.
Ganz England spricht von John Merrick, dem sagenumwobenen Elefantenmann, den Doktor Treves auf einem Jahrmarkt entdeckt hat und der jetzt sogar der Königin vorgestellt werden soll. Zu interessant sind aber auch die Gerüchte, die sich um diese Mißgeburt ranken; der menschlichen Sprache soll er mächtig sein, und gar eine Seele soll diese Kreatur besitzen.
Die ebenso unglaubliche wie wahre Geschichte des John Merrick wird neu erzählt mit den Augen der vierzehnjährigen Anna Treves, die ihn gemeinsam mit ihrem Vater John auf dem Jahrmarkt entdeckt, die so gerne ein Haustier hätte und glaubt, John könnte dieses Haustier sein. Es dauert eine ganze Weile, bis Anna begreift, dass es einen gewaltigen Unterschied ausmacht, ob man irgendwann aus seinem ungeliebten Körper herauswächst oder auf ewig in ihm eingesperrt bleiben muss. Und auch, wenn die gefeierte Schauspielerin Mrs. Kendall immer wieder beteuert, dass der Mensch alles sein kann, was er sich wirklich glaubt und Doktor Treves wirklich glaubt, dass alles repariert werden kann, was den Menschen krank macht, ist Anna vielleicht die Einzige, die weiß, dass John weder Glauben noch Medizin werden helfen können.

mit: Samuel Schürmann, Björn Linnenbröcker, Claudia Stangl, Elena Schaaf-Brandes, Erwin Bruhn u.v.a


„Zum Weinen schön: ‘Der Elefantenmensch’. Fast schon eine Quadratur des Kreises: Denn trotz aller Komik gelingt es den Autoren, Nachdenklichkeit und humanitäres Anliegen gleich mit zu transportieren. Dazu ein über die Maßen spielfreudiges und mit großartigen Stimmen und Kostümen ausgestattetes Ensemble. Und so ist der Zuschauer ständig hin- und hergerissen, ob er mit dem Taschentuch Freuden- oder Trauertränen trocknen soll – wunderbar!“
BZ

„Ein ehrgeiziges Unterfangen, das die Welt des großen Musicals auf die kleine Off-Bühne zaubert. Lund und Ramdohr beweisen, dass man die alte Geschichte von der Schönen und dem Biest packend erzählen kann, ohne sich in die Tasche zu lügen. (...)“
Der Tagesspiegel

„Keine Frage, Lund beherrscht das Handwerk auch jenseits Neuköllner Off-Theater-Schnoddrigkeit. Sein und Ramdohrs ‘Elefantenmensch’ bedient gekonnt die Klaviatur der Stimmungen (...).“
die tageszeitung

 
 
 

vonNiclas Ramdohr
und Peter Lund

 

R: Peter Lund
ML: Gerry Schuler /
Hans-Peter Kirchberg
BB:Ulrike Reinhard
K:Reinhild Blaschke
Ch:Götz Hellriegel

Koproduktion mit der
Neuköllner Oper

Uraufführung
12. März 2004
Theater der Jugend, Wien

 

Verlegt bei LITAG