Der
Privatsender „Sparta plus“ hat Sorgen; die Quoten
sind im Keller, und der Star des Senders,
Beauty-Queen Helena, schmollt, weil ihr Gatte Menelaus sich
mehr mit seiner Mäusezucht beschäftigt als mit
seiner jungen Gattin. Zu allem Ärger meldet sich auch
noch irgend so ein dahergelaufener junger Mann und behauptet,
Aphrodite hätte ihm die schönste Frau Griechenlands
versprochen; und das sei ja wohl Helena. Da kann Senderchefin
Frau Kalchas leider nicht widersprechen; mit der Behauptung
wirbt sie selbst jeden Tag. Als Kompromiß darf der
junge Herr Paris als Studiogast in die Quizshow „Ein
Abend mit Helena!“ einsteigen. Wenn Frau Calchas gewußt
hätte, was dann passiert, hätte sie sich die Geschichte
zweimal überlegt. Aber plötzlich ist Helena „the
new face“ bei Sender „Troja“, und jetzt
geht der Medienkrieg erst richtig los. Und der kann Jahre
dauern....
Die zweite Produktion der „Comparserie&Co“ ging
deutlich drastischer mit dem Original um; ein komplett neuer
Text von Peter Lund, schamlos geschmacklose aktuelle Anspielungen
und manch böser Kalauer machten diese Produktion um
einiges derber als den Vorgänger „Fledermaus“ -
aber auch um einiges verrückter. Die Generalprobe war
der erste Durchlauf und überhaupt lief bei dieser Produktion
nichts so, wie es sich für eine vernünftiges Stück
Theater gehört. Aber das hat Offenbach ja noch nie geschadet.
mit: Sabine Schwarzlose, Claus Endisch, Ingo Jander, Ursula
Reese, Sagitta Schaffler, Matthias Künnecke, Carsten
Meyer, Djordje Papke u.a.
„Die fröhliche Eintagsfliege als Mixtur aus
Sex, Krimi-Allüren und Operettenschmalz nimmt Show-Manieren,
Werbetechniken, Sponsoreneinfluß und soziale Mißstände
satirisch auf die Schippe.
Die Geschichte wird mit unbändiger Lust am Theaterspielen überzeichnet.
Das meist jugendliche Publikum jubelte.“
Berliner Morgenpost
„ein Stück von eigenem Witz, der sich aus
dem liebevoll spörttischen Angriff auf die geheiligte
Musik herleitet, nicht jedoch seichtem Humor, das im Ganzen
amüsiert.“
taz
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