HEXEN
 

Zwei Frauen stehen an der Bushaltestelle und tragen dasselbe Kleid. Unangenehm, zugegeben. Aber das ist nicht alles, was Anna Golde und Grete Strumpf verbindet. Denn Hexen erkennen sich immer und überall.

Hexen haben neun Leben. Und Anna und Grete sind beide schon im achten angekommen. Höchste Zeit, Bilanz zu ziehen und sich für’s Neunte endlich richtig zu entscheiden. Was für Hexen schon seit Evas Zeiten eine Entscheidung zwischen Beruf und Familie war: Ob man sich als Lady Macbeth oder Schneewittchens Stiefmutter mit Mann und Kind rumschlägt oder als Salome oder Knusperhexe Karriere macht - nie ist das Leben ganz und meistens von tödlichem Ende. In bösen, komischen und traurigen Szenen und Songs erzählen Anna und Grete, wie es Ihnen in zweitausend Jahren Zivilisation ergangen ist. Ob Eva mit dem Apfel hadert, Grete mit zum Blocksberg fliegen will oder beide Frauen im Spiegel ein bißchen in die Zukunft des Alterns sehen - das Publikum war von diesem winzigen Kammermusical begeistert und „Hexen“ hat sich in den letzten fünfzehn Jahren zum veritablen Dauerbrenner auf Deutschlands Studiobühnen gemausert. 

mit: Sabine Schwarzlose Conny Diehm

„Es handelt sich um echte Kleinkunst im besten Sinne. In rund vierzig Sketchen, durchweg amüsant und ein wenig untermischt mit Gruselromantik, wird einem nichts um die Ohren geschlagen, aber für manches das Ohr geöffnet. Der Weg lohnt!“
Spandauer Volksblatt

„Die Musik, mit der Danny Ahskenasi den Hexenritt durch die Zeiten begleitet, kommt auf ihrer einfallsreichen, bemerkenswert originellen Gratwanderung zwischen altem Minnesang und modernem Kabarettchanson nie ins Straucheln. Die Texte gewinnen durch den bösen Witz und die knapp pointierten Anzüglichkeiten...“
Tagesspiegel

 
 
  Kammermusical von
Danny Ashkenasi und Peter Lund
 

Uraufführung
11. November 1991
Intimes Theater Berlin

Verlegt bei LITAG