Janek
ist vierzehn und soll für ein paar Wochen zu seinem
Vater ziehen, weil seine Mutter „nicht ganz gesund“ ist.
Aber Janek will nicht. Nicht zu seinem Vater, der immer alles
packt und immer alles bekommt, was er will, nicht zu dessen
neuer Freundin, die gerade mal acht Jahre älter ist
als Janek und Janek will auch nicht weg von seiner Mutter,
die nie was auf die Reihe kriegt. Das sagt jedenfalls Janeks
Vater.
Janek hat Angst, daß er auch so einer wird, der nie
was auf die Reihe kriegt. Zum Glück gibt es Jumping
Jack. Jumping Jack versteht Janek und gibt ihm Ratschläge,
wie man das Leben packt. Und was man tun soll, wenn man sich
zum ersten Mal verliebt hat. In die Freundin des eigenen
Vaters zum Beispiel. Ziemlich beschissene Ratschläge
sind das, die Jumping Jack gibt, aber sie scheinen zu funktionieren.
Janek wird endlich ein Gewinner. Auch, wenn Papa das überhaupt
nicht gerne sieht.
Aber irgendwann merkt Janek, das Jack es gar nicht gut mit
ihm meint. Und als Janek plötzlich der ganz große
Verlierer ist, gibt Jumping Jack gar keine Ratschläge
mehr. Denn Jumping Jack hat seine eigenen Pläne...
Ein Musical über das Thema Selbstmord; Geht das überhaupt?
Nicht zum ersten Mal haben sich Wolfgang Böhmer und
Peter Lund an eine musiktheateruntypische Geschichte gewagt;
Für Jugendliche ab 12, aber absolut nicht nur die...
mit Benny Zobrys, Antje Rietz, Melanie Waldbauer, Lukas
Sartori, Markus Schöttl, Roman Straka, Christian Grygas
» Die Uraufführung des Musicals ›Jumping
Jack‹ widmet sich dem tabuisiertem Thema der hohen
Suizidrate von Scheidungskindern. Jüngste Ergebnisse
weisen auf die schweren psychischen Nöte Jugendlicher
hin; dem stellt sich die Leitung mit dem Bewusstsein, dass
Jugendtheater über das pure Unterhaltungsangebot hinausgehen
muss. (...) Dabei verklärt Peter Lund den Suizid nicht,
sondern schließt die Story mit einem Plädoyer,
aus der Isolation auszubrechen. Formal hebt der kluge Einsatz
der Musik (Wolfgang Böhmer) die Gefahr eines pädagogisch-didaktisch
wirkenden Stückes auf, inhaltlich werden simple Vorstellungen
vom Glück durch die Persiflierung der heilen Welt
der Operette desavouiert.«
(Furche)
»Es ist die bisher mutigste Produktion in der
noch jungen Ära von Intendant Thomas Birkmeir für
das Theater der Jugend: Wolfgang Böhmer (Musik) und
Peter Lund (Text und Regie) haben mit ›Jumping Jack‹ ein
Musical über die Schattenseiten der Pubertät
und über die Orientierungslosigkeit der Wohlstandskinder
geschrieben, das trotz einiger Längen (bei fast drei
Stunden Spielzeit) in den Bann zieht und ›pädagogisch
wertvollen Klischees‹ gut aus dem Weg geht.«
(Kurier)
»Mit einem sympathischen Schauspielerensemble
gelingt es Lund, ernsthafte Themen wie Suizid und Gewalt
sowie Tabus wie die ›anormale‹ Beziehung zwischen
Janek und der 15 Jahre älteren Geliebten seines Vaters
geschickt zu verpacken und mit spritzigen Dialogen und
Liedern aufzulockern. Sanfte Jazzklänge und eine Science-Fiction-artige
Bühne verschmelzen in ›Jumping Jack‹ zu
einem harmonischen Ganzen. Die Bühne gleicht einem überdimensionalen
Computerspiel, an dessen Ende zwei Worte aufleuchten: Game
over.«
(Schülerstandard)
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