Auf
einer Wohnungsbesichtigung lernen sich der schüchterne
Freddy und die überhaupt nicht schüchterne Türkin
Sanya kennen - und da die Wohnung für beide allein zu
teuer wäre, erklärt Sanya Freddy kurzerhand zu
ihrem Lebensgefährten. Das ist allerdings überhaupt
nicht im Sinne Freddys, der gerade vor seiner übergriffigen
Mutter flieht, um sich sein längst überfälliges
Coming Out zu sparen.
Sanya ist wenig davon beeindruckt, daß Freddy schwul
ist, aber daß Freddy noch Jungfrau ist, entsetzt sie
aufrichtig. Und bald schon setzt Sanya alles daran, diesen
Zustand zu ändern. Der coole Hans, den Sanya ungefragt
zu Freddy ins Bett verfrachtet, ist allerdings mehr an Freddys
flotter Mama interessiert. Sanya hat mittlerweile ganz andere
Probleme: Sie soll raus aus Deutschland und will das unter
keinen Umständen. Was soll man in der Türkei, wenn
man kein türkisch kann?
Und weil Freddy nie gelernt hat, den Mund aufzumachen, weiß Hans
nach drei Akten immer noch nicht von dessen großer
Liebe, aber dafür landet Freddy ungefragt als werdender
Vater in der Boulevardpresse. Höchste Zeit für
Freddy, endlich Tacheles zu reden.
Der Riesenerfolg von „No Sex“ war die erste Zusammenarbeit
von Niclas Ramdohr und Peter Lund. Das handfeste Boulevardmusical
eroberte flugs die deutschen Stadttheater, zum einen als
gelungenes Musical, zum anderen als witzige Nachhilfe zum
Thema Coming Out.
Von der Uraufführungsbesetzung existiert eine CD- Aufnahme.
mit: Sabine Winterfeldt, Christian Schodos, Sabine Schwarzlose,
Torsten Stoll
„Peter Lund und Niclas Ramdohr haben für
ihr bei der Premiere euphorisch gefeiertes Großstadtmusical
genau hinter die schäbigen Fassaden und in die Seelen
ihrer Mieter geschaut. Ein spritziges Singspiel über
Lebenslügen und unkontrollierte Herzen.“
Berliner Zeitung
„Wirklichkeitsnah, intelligent, humorvoll!“
BZ
„Die rockigen Lieder befördern geschickt
die Handlung. Das Tempo bleibt atemlos bis zum Ende. Die
Texte sind pointiert, doppelbödig und aktuell. Das
Premierenpublikum war begeistert.“
Tagesspiegel
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