Mo ist
neu in Berlin, und Mo schiebt Panik. Alle schaffens - bloß Mo
nicht.
Ist aber auch ein hartes Brot in Berlins neuer Mitte: Tagsüber
die besten Websites designen und nachts nicht in den falschen
Clubs rumhängen, dazwischen die richtige Altbauwohnung
finden und dann auch noch das mit der Liebe auf die Reihe zu
bekommen - ganz schön viel für eine einzelne Person.
Und die zehn Gestalten, die Mo in den ersten paar Tagen in
Berlin kennenlernt, tun wenig dazu, Mo zu beruhigen. Jeder
einzelne ein Gewinner des Lebens. Findet jedenfalls Mo.
Es dauert natürlich nicht lange, bis Mo dahinter kommt,
dass auch die Gewinner des Lebens ganz schön Muffe haben,
und dass manche durchgemachte Nacht nur deshalb so lang wurde,
weil zuhause der Schwarze Mann auf der Bettkante sitzt. Und
bald steht auch Mo ihrem ganz persönlichen Schwarzen
Mann gegenüber. Nur, dass der ziemlich anders aussieht
als in Mos Albträumen.
mit: Johanna Bolten, Melanie Haffke, Marco Billep, Dominic
Schulz, Stefanie Dreyer, Melanie Rainer, Anja Schulenburg,
Janko Danailov, Samuel Schürmann, Leticia Thate, Marysol
Ximenez-Carillo
„Unser Herrgott hat einen großen Tiergarten,
sagte meine Großmutter immer, wenn sie mit schrägen
Typen konfrontiert war. Ihre Feststellung ist unverändert
gültig. Auch ein Zwanzigjähriger von heute steht
fassungslos vor der Zumutung, die eine krasse Umwelt an
ihn stellt – was für ein Thema für das
Theater! Das muß Peter Lund gewußt haben, als
er das neue Stück für die Neuköllner Oper
entwarf. Niclas Ramdohr hat wieder eingängige Musik
ohne Einfalt geschrieben: Die Aktualität, der Schwung,
die Musik, die Gags – das sieht wie eine Neuauflage
von ‘Linie 1’ aus: ‘Ein Lied für
Gewinner’ hat das Zeug, ein ähnliches Kultstück
zu werden. Herausragend.“
Tip
„Sie sind alle ziemlich einsam, die coolen Typen
im ‘Panik Sound Club’, dem neuen Berlin-Musical
der Neuköllner Oper. Peter Lund (Text) und Niclas
Ramdohr (Musik) haben eine ganz schön ätzende
Satire auf die Generation der Mittzwanziger verfasst, jene
gestern noch so hoffnungsvollen Start-up-Unternehmer, die
heute schon wieder zu den Losern der New Economy zählen.“
Berliner Morgenpost
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