Fünf
Sänger und kein Engagement in Sicht. Das Leben ist
hart für die liebenswerten Diven dieser Komödie,
die sich im schnöden Existenzkampf auf den Brettern,
die ja schließlich die Welt bedeuten, behaupten müssen.
Das tut man als Sänger zumeist singenderweise, je
höher desto besser, manchmal muß man natürlich
auch schon mal zu unlauteren Mitteln greifen. Als wäre
das nicht schon arg genug, kommt da auch noch ein reicher
Graf daher und macht sich einen Spaß daraus, der
Sängerriege seinen Diener Giorgio als geheimnisvollen
Impressario von Smyrna vorzustellen, der für seine
türkische Heimatstadt ein Opernensemble zusammenstellen
will. All ihre werbenden Sanges- und manch andere Verführungskünste
bieten unsere Primadonnen auf für einen - Banausen.
Theater auf dem Theater - das versprach schon immer
einigen Spaß fürs Publikum. Carlo Goldoni schrieb
die Komödie „Der Impressario von Smyrna“ fürs
Sprechtheater, aber was läge näher, als aus diesem
Sujet eine Oper, eine komische natürlich, zu machen
und eine, die auch musikalisch die italienische Oper aufs
Korn nimmt.
Mit: Katja
Beer, Florian Günther, Gabriella Ludvigsson-Drake,
Holger Off, Magdalena Mallaun, Karl Maslo, Sabine Schwarzlose,
Klaus Brantzen
„Wirklich komisch, diese Oper! Grandios gelungen.
Peter Lund hat der Opera Buffa den Staub von 200 Jahren abgewischt
und dabei ihren hinterlistigen Plot lupenrein in die Gegenwart
gerettet. Für die Komposition zeichnet Newcomer Marc
Aurel Floros. Mit seiner Musik versteht er es perfekt, einerseits
die Operntradition angemessen zu würdigen und sich andererseits
in keinem musikhistorischen Kontext festzufahren. Ein Spaß für
alle Opernfans und das reinste Vergnügen für alle,
die mit Oper ansonsten nichts am Hut haben!“
Szene Hamburg |