DER GLÜCKLICHE PRINZ
Ein musikalisches Märchen nach Oscar Wilde
 

Kein Wunder, daß der Prinz so glücklich ist. Ganz golden ist er, seine Augen sind zwei Saphire, und einen Rubinring hat er auch, und dann ist er auch noch eine Statue.
Hoch über der Stadt steht er auf seiner Säule und guckt über die Dächer von London und hat in der Tat wenig Grund, unglücklich zu sein.
Bis eines Tages ein Schwälberich namens Krähe vorbeikommt. Krähe ist klein und häßlich und kann nicht so schnell fliegen wie die anderen vom Schwarm. Und er kommt aus dem dreckigen Norden. Vom dreckigen Norden hat der Prinz noch nie etwas gehört. Er guckt schließlich nach Süden, da, wo die teuren Häuser sind und die prächtigen Gärten. Da wird Krähe böse: Soll der Prinz sich doch mal umdrehen und eine Nacht nach Norden gucken...
Am nächsten Morgen ist der glückliche Prinz überhaupt nicht mehr glücklich. Denn in der Nacht hat er den armen Menschen in die Fenster geguckt, und obwohl es immer kälter wird und Krähe ganz dringend nach Süden muß, damit er nicht erfriert, beschließen die beiden, etwas zu unternehmen...

mit: Gerd Lukas Storzer, Andreas Gergen / Michael Chadim

„Wieder zeigt Peter Lund sich als Meister des flüssig-verständlichen Dialogs, der sich nicht an vermeintliche Kinderbedürfnisse anbiedert und gerade deshalb auch dem Nachwuchs im Publikum gefällt. Der pädagogische Mehrwert - sei edel, hilfreich und gut - wird eher nebenbei transportiert.“
Tagesspiegel

„Autor Peter Lund und Komponist Wolfgang Böhmer haben aus Oscar Wildes Märchen ‘Der glückliche Prinz’ ein rührendes, gefühlvolles Musiktheaterstück gebastelt, ernst und witzig zugleich. Doch was harmlos und verspielt beginnt, entwickelt sich schnell zu einem gar nicht mehr so spaßigen sozialkritischen Drama. (...) Nur eine Stunde dauert ‘Der glückliche Prinz’. Die ist so voll gepackt mit Ideen, mit Gags, dass manch anderer Regisseur daraus eine abendfüllende Veranstaltung machen würde. Wolfgang Böhmers flotte Musik kann jeder sofort mitsingen und kriegt sie nur schwer wieder aus dem Ohr. Und über den Dächern von London (Bühne: Sophie Lovell) balancieren Gerd Lukas Storzer als Prinz und Andreas Gergen als Krähe ihr Spiel so klug, dass es ins Herz trifft, ohne ins Sentimentale abzurutschen.“
Die Welt

„Das alles hat Gemüt, Charme und Pfiff. Das nicht eben üppige Repertoire für Kinder hat ein Trumpf-As dazu bekommen.“
Märkische Oderzeitung

 
 
 

vonWolfgang Böhmer
und Peter Lund

 

R: Peter Lund
BB+BK:Sophie Lovell

Uraufführung:
23. März 2000
Neuköllner Oper

Verlegt bei LITAG