Janine
will ein Kind. Aber das ist gar nicht so einfach, wenn man
bei Penny an der Kasse sitzt, einen arbeitslosen Freund zu
Hause hat und vierhundert Mark monatlich an Mama abgeben
muß, weil der kleine Bruder sonst damit droht, auf
den Strich zu gehen.
Janine ist nicht doof. Aber Janine ist schwanger. Und sie
hat ihren eigenen Kopf. Und darum hat sie schon ziemlich
bald keinen Job mehr und ‘ne Masse Ärger mit ihrer
Familie. Und noch bälder ist Janine alleinerziehende
Mutter, was viel unerträglicher ist als es sich anhört.
Janines Leben ist ein schlechter Film. Das Gefühl hat
Janine jedenfalls. Aber manche Filme gibt's wirklich, und
fast hätte Janine die Kurve nicht gekriegt, wenn nicht...
Ja, wenn nicht Johannes gekommen wäre. Johannes ist
ein Medienmensch und ein moderner Märchenprinz, und
damit beginnt Janines unglaubliche Reise nach oben. Oder
wo immer Print-Prinzessinen landen, wenn sie um Mitternacht
nicht pünktlich zu Hause sind.
mit: Christine Rothacker, Silvia Bitschkowski, Gerd Lukas
Storzer, Ilka Sehnert, Claudia Stangl, Martin Stenkamp, Guido
Schmitt, Katrin Aebischer
„Und dieses Wunder von Neukölln von Hausherrn
Peter Lund ist tatsächlich ein Wunder, eine wundervolle
Opera-comique mit treffsicheren Dialogen, mit Witz, Esprit
und Charme, eine Operette, ein hinreißendes Musical,
ach was, einfach alles zusammen.“
Zitty
„Kann man aus einer alleinerziehenden Mutter,
einem alkoholkranken Vater und einem behinderten Kind eine
Komödie machen? Die Neuköllner Oper kann. Sie
hat wieder ein neues Genre erfunden: die Sozialkomödie.
(...) Bei der Premiere wird nur gelacht. Ein witziger Regieeinfall
jagt den nächsten (...) - Bernd Mottl sprüht
nur so vor Ideen. (...)“
Berliner Morgenpost
„Markenzeichen dieser ‘Sozialkomödie
mit Musik’ ist neben der historisch grenzenlosen
Stilmischung vor allem der klare, politische Tabubruch:
ein direkt auf den Schmerzpunkt zielender Gegenwartsbezug.
Mit dem ‘Wunder von Neukölln’ ist nun
das Meisterstück in diesem Genre geglückt. Selten
hat sich ein Publikum so quietschfidel gefühlt bei
der Konfrontation mit den unappetitlichsten Wahrheiten.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die bemerkenswerteste Musical-Uraufführung der Saison
1998/99.
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